Michael Haeser
Diplom-Psychologe · Fachpsychologe für Verkehrspsychologie (BDP)

MPU-Vorbereitung mit Sachverstand

Eine Medizinisch-Psychologische Untersuchung (MPU) soll klären, ob bestehende Zweifel an der Fahreignung ausgeräumt werden können. Welche Voraussetzungen dafür erfüllt sein müssen, hängt von der individuellen Vorgeschichte und der behördlichen Fragestellung ab.

Eine qualifizierte verkehrspsychologische Maßnahme setzt nicht beim Einüben von Antworten an. Sie hilft, die Ursachen früherer Auffälligkeiten aufzuarbeiten und erforderliche Veränderungen nachvollziehbar zu entwickeln.

Erklärvideos

Erklärungsvideo 1 (02.02.2016)
Erklärungsvideo 2 (14.11.2017)

Zwölf Goldene Regeln für die MPU-Vorbereitung

© Michael Haeser

1. Verlassen Sie sich auf überprüfbare Informationen

Nicht jede Aussage im Internet zur MPU ist fachlich zutreffend. Orientieren Sie sich an qualifizierten Fachleuten und verlässlichen Informationsquellen.

2. Misstrauen Sie Erfolgsgarantien

Niemand kann ein positives MPU-Gutachten garantieren. Die Begutachtungsstelle entscheidet unabhängig.

3. Prüfen Sie die Qualifikation Ihrer Beratung

Fragen Sie nach Ausbildung, verkehrspsychologischer Fachqualifikation und Berufserfahrung.

4. Achten Sie auf transparente Arbeitsbedingungen

Klären Sie vor Beginn, wer die Maßnahme durchführt, wie sie abläuft und wie ihre Inhalte dokumentiert werden.

5. Lassen Sie sich die Kosten erklären

Honorar, Untersuchungsgebühren und gegebenenfalls Abstinenznachweise sollten getrennt und nachvollziehbar ausgewiesen sein.

6. Unterscheiden Sie Vorbereitung und MPU

Die Begutachtung ist eine eigenständige Leistung einer Begutachtungsstelle; sie ist nicht Teil meiner verkehrspsychologischen Maßnahme.

7. Vertrauen Sie nicht auf angebliche Beziehungen

Persönliche Kontakte zu Gutachtern ersetzen weder fachliche Voraussetzungen noch eine unabhängige Beurteilung.

8. Verzichten Sie auf Manipulationen

Gefälschte Nachweise und unzutreffende Angaben gefährden die Glaubwürdigkeit und können weitreichende Folgen haben.

9. Vergleichen Sie Erfahrungsberichte kritisch

Die Fragestellungen und persönlichen Voraussetzungen unterscheiden sich. Was bei anderen funktioniert hat, muss nicht auf Ihren Fall passen.

10. Arbeiten Sie aktiv mit

Offenheit, die Bearbeitung vereinbarter Aufgaben und tatsächlich umgesetzte Veränderungen sind wichtiger als auswendig gelernte Antworten.

11. Fragen Sie nach einer fachlichen Abschlussdokumentation

Eine nachvollziehbare Bescheinigung oder Stellungnahme sollte die tatsächlich geleistete Arbeit und ihre Ergebnisse sachgerecht darstellen.

12. Nutzen Sie aktuelle, seriöse Informationsangebote

Informationen der zuständigen Behörden und der Bundesanstalt für Straßenwesen können bei der Orientierung helfen.

Dauer und Kosten der Vorbereitung

Wie lange dauert die Vorbereitung?

Die erforderliche Zeit hängt von der Fragestellung, der persönlichen Vorgeschichte und gegebenenfalls notwendigen Nachweisen ab. Pauschale Zeitangaben wären deshalb wenig seriös. Den voraussichtlichen Umfang bespreche ich nach einer individuellen Ersteinschätzung.

Welche Kosten entstehen?

Art und Umfang der verkehrspsychologischen Maßnahme sowie das Honorar werden vor Beginn transparent vereinbart. Kosten für die MPU selbst, behördliche Gebühren und gegebenenfalls erforderliche Untersuchungen sind davon zu unterscheiden.