Beratung und Vorbereitung auf die MPU

Zur MPU

Wer kennt nicht den berühmt berüchtigten „Idiotentest“, der in Wahrheit den Titel MPU (medizinisch-psychologische Untersuchung) trägt?


Jedes Jahr stellen sich Tausende von Bewerbern vor, die ihre Fahrerlaubnis (Führerschein) aufgrund verschiedenster Fehlleistungen im Straßenverkehr verloren haben. Hauptgründe für den Gang zur MPU sind nach wie vor meist Alkohol am Steuer und ein hohes Punktemaß, stark zunehmend aber auch Drogenkonsum oder auch nur Drogenbesitz.


Um mir die Arbeit zu ersparen, hier ausführlich alles zum Thema MPU aufzulisten, was es zu sagen gibt, verlinke ich Sie lieber auf die entsprechende Seite des ADAC. Dort finden Sie die wichtigsten Informationen in kurzer Übersicht.

Was aber denke und leiste ich selbst als Verkehrspsychologe?

Meine Aufgabe ist es, den Führerscheinwiederbewerber durch eine sorgsame und individuelle Maßnahme nicht nur auf die MPU vorzubereiten (das ist nur ein Teilbereich meiner Arbeit), sondern darauf, dass der Klient sich in Zukunft möglichst nie wieder in der Verkehrssünderstatistik wiederfindet.
Ob ich darin gut bin? Nun, ich behaupte schlicht „ja“; und meine bisherigen Klienten sind der gleichen Meinung! Ob es stimmt, muss man im Einzelfall sehen. Fakt ist, dass sich meine psychologische und auch therapeutische Leistung von anderen Anbietern aus manchen guten Gründen unterscheidet. Ich bin eben kein „typischer” Psychologe!
Und woran merken Sie das? Indem Sie es ausprobieren. Es ist wie im richtigen Leben. Meine Klienten jedenfalls sind von mir überzeugt, denn von den rund 1.900 Personen, die ich in den letzten 21 Jahren in eine MPU gehen ließ, haben fast genau 94,8%* ihre Fahrerlaubnis wiedererhalten!
(*Diese Prozentangabe ist weder willkürlich noch Angeberei, sondern kann in Praxisberichten, die den Fahrerlaubnisbehörden und den Trägern von MPU-Stellen regelmäßig zugehen, überprüft werden).

Goldene Regeln für die MPU-Vorbereitung (c) by M. Haeser

1. Glaube nicht alles, was im Internet über die MPU geschrieben und erzählt wird. Vertraue dich Fachleuten an!

Das meiste, was im Internet über die MPU gesagt oder geschrieben wird, stammt nicht aus sicherer Quelle. Viele unseriöse „Berater“ oder „Vorbereiter“ wollen Angst schüren, um Kunden zu locken, obwohl sie weder von der MPU noch von Führerscheinregeln überhaupt Ahnung haben.

Vor allem gibt es KEINE Möglichkeit, einer MPU zu entgehen (Auslandsführerschein und ähnliches). Die Führerscheinstellen wissen, was sie tun und den Anordnungen kann man nur durch (teuren) Betrug entgehen.

Nur ausgewiesene Fachleute (TÜV, DEKRA, ADAC, Verkehrsrechtsanwälte, Verkehrspsychologen des BDP oder des BNV) geben seriöse und kompetente Antworten und Hilfen.


2. Vertraue niemanden, der Garantien gibt!

Das Wort „Garantie" ist garantiert gelogen!

Ein Hersteller von Produkten kann auf ein Gerät eine Garantie geben. Aber er sagt nicht: „Das Gerät hält garantiert 2 Jahre". Er garantiert nur, dass er innerhalb dieser Zeit kostenlos Abhilfe schafft, wenn die Schuld nicht beim Benutzer liegt.

Menschen sind aber keine Geräte! Daher kann es keine Garantie auf ein Bestehen der MPU geben. Seriöse Anbieter geben keine Garantie - aber sie helfen, auch nach einer nicht bestandenen MPU!


3. Gehe zur Vorbereitung nur zu einem Verkehrspsychologen mit Zulassung durch die Verbände oder die Regierungen!

Viele Personen, die „MPU-Vorbereitung“ betreiben, nennen sich „Verkehrspsychologe“, obwohl sie gar nicht wissen, was das überhaupt ist.

Traue also niemanden, der kein Zertifikat einer Universität vorlegen kann (hängt in psychologischen Praxen aus). Oder wähle einen von den Listen beim BDP (http://register-verkehr.psychologenakademie.de) oder beim BNV (http://www.bnv.de/Mitglist/mitglied.htm#verkehrspsychologen-mpu-vorbereitung-beratung).


4. Vertraue auch keinem „Verkehrspsychologen“, der keine Praxis hat

Verkehrspsychologen arbeiten in ausgewiesenen Praxisräumen. Daher hat jeder qualifizierte Verkehrspsychologe ein ausführliches Praxisschild am Eingang.

Lass dir vor Abschluss eines Vertrages Zeugnisse und Genehmigungen zeigen!

Nehme auf keinen Fall eine Beratung wahr, die in einer Privatwohnung, in einer Kneipe oder Café angeboten wird.


5. Zahle keine „Pauschalen“ von 3.000 Euro und mehr!

Pauschalen in dieser Höhe sind unseriös! Manchmal bieten zwar auch Verkehrspsychologen eine Pauschale für die Arbeit an, in der Regel aber rechnen Psychologen nach Gebührenordnungen (GOÄ oder GebüH) ab, das heißt: pro Sitzung!

Stundenweise Abrechnung hat den Vorteil, dass nur für tatsächliche Leistung gezahlt wird, was durch die Anzahl der Sitzungen nachweisbar ist.

Eine Abrechnung nach fester Gebührenordnung ist immer preisgünstiger als jede unseriöse MPU-Vorbereitung!


6. Vertraue keinem Angebot „inklusive MPU“, weil es so etwas nicht gibt!

Kein seriöser Verkehrspsychologe bietet „Inklusivpreise“ an!

Lass dir also am besten eine Kostenkalkulation erstellen, in der alle Posten aufgeführt sind (Kosten für MPU, Verwaltungsgebühren, ggf. Screeningkosten, Honorar für die Vorbereitung etc.), dann ist die Planung leichter!

7. Höre nicht auf jemanden der sagt: „Ich kenne einen bei der MPU...“!

Dass ich als Verkehrspsychologe die Kollegen von der MPU kenne, weil ich ständig damit zu tun habe, versteht sich von selbst und muss nicht extra betont werden.

Die Aussage „ich kenne einen...“ soll lediglich bewirken, dass man glaubt, der, den man kennt, könne das Gutachten beeinflussen. Kann er nicht!

Ein positives Gutachten wird hinterher mehrfach auf Glaubwürdigkeit überprüft. Von der Führerscheinstelle und auch von der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt). Beide Behörden werden feststellen, ob es bei der MPU mit rechten Dingen zuging.

Gefahr: Wer durch Betrug ein positives Gutachten bekommt, dem wird nicht nur wieder auf lange Zeit der Führerschein entzogen, sondern muss wegen Betruges vor Gericht - und das wird teuer und kann in Haft enden!

Ein guter Verkehrspsychologe braucht niemanden kennen und kann seine Kunden in jede MPU-Stelle schicken - er wird immer das gleiche (positive) Ergebnis bekommen. DAS ist professionell und seriös!


8. Lass dich niemals auf Fälschungen von Urin- oder Haarscreenings oder gar des Führerscheins selbst ein!

Die Aufdeckungsrate liegt bei nahezu 100% und wird als Betrug gewertet!

Die Folgen für den Kunden sind katastrophal: Der Führerschein bleibt (oder wird wieder) entzogen, eine hohe Geldstrafe oder gar Haft wird angeordnet und der ganze Ärger mündet in eine neue, viel schwierigere MPU.


9. Höre nur auf Freunde oder Bekannte, die selbst eine MPU nach Vorbereitung bei einem Verkehrspsychologen bestanden haben!

Nur diese können sagen, was dort wirklich passiert. Wer durchfällt, gibt immer „den Idioten bei der MPU“ die Schuld. Aber niemals (wie es eigentlich sein müsste) sich selbst.
Die Wahrheit ist: Es gibt keine versteckten Tests, es gibt keine Fangfragen!
Eine gute Vorbereitung ist immer auch ein Blick in sich selbst, und das ist die einfachste Lösung!


10. Befolge immer genau die Anweisungen, die der (seriöse) Verkehrspsychologe dir gibt!

Er ist Profi und wird dir auf dem besten Wege helfen.
Ein erfahrener Verkehrspsychologe kennt nicht nur jeden Kniff, um zu betrügen, sondern weiß auch alle Lösungen, wie man es legal schafft. Und es ist viel besser, angstfrei in die MPU zu gehen - und preiswerter!
Vertraue dem Verkehrspsychologen und du hast einen Riesenvorsprung vor den Kollegen, die ohne Vorbereitung oder mit einer unseriösen Hilfe in die MPU gehen. Und - du sparst dir Geld und Ärger!


11. Lasse Dir am Ende der Vorbereitung eine ausführliche Teilnahmebescheinigung für die MPU ausstellen!

Nur seriöse Anbieter werden dieser Bitte entsprechen! Unseriöse haben überhaupt nicht den Mut, offiziell in Erscheinung zu treten.
Achte vor allem auf Ausführlichkeit: Eine gute Bescheinigung ist mindestens zwei DIN-A-4 Seiten lang und enthält, was in den Stunden besprochen wurde. Und eine qualifizierte Abschlussbescheinigung enthält auch Daten über dich, die bei der MPU nur nützlich sein können.
Klug ist es übrigens, schon in der ersten Beratungsstunde nach dieser Bescheinigung zu fragen. Am besten lässt man sich ein Muster zeigen!


12. Beachte die Info-Blätter der Bundesanstalt für Straßenwesen (BAST)!

Seit diesem Jahr (2016) gibt die BAST ein Heft heraus, in dem die Vorgänge bei der Vorbereitung auf die MPU und in der MPU sehr genau beschrieben sind.
Sie weist auch darauf hin, dass NUR Verkehrspsychologen die Vorbereitung machen sollen (bald auch nur noch dürfen).
Halte dich an diese Informationen, und du kommst schnell und sicher wieder an deine Fahrerlaubnis - und wirst sie immer behalten!

Duisburg, geschrieben von 1994 bis 2016

(jederzeit erweiterbar, um Anregung wird gebeten)