Verkehrspsychologie

Punkteabbau durch Fahreignungsseminare (FES) im Fahreignungsregister Flensburg

Das Fahreignungsseminar ersetzt im Rahmen des neuen Fahreignungs-Bewertungssystems seit 1. Mai 2014 das bisherige Aufbauseminar für punktauffällige Kraftfahrer (ASP) und die verkehrspsychologische Beratung. Durch den freiwilligen Besuch eines Fahreignungsseminars (FES) können Kraftfahrer Punkte im Fahreignungsregister abbauen.


Dabei gilt es folgendes zu beachten:

Bei einem Stand von 1 - 5 Punkten kann einmal innerhalb von 5 Jahren durch den freiwilligen Besuch eines Fahreignungsseminars 1 Punkt abgebaut werden.Bei einem Stand von 6 - 7 Punkten kann durch den freiwilligen Besuch des Fahreignungsseminars kein Punkt abgebaut werden.Das Fahreignungsseminar wird zunächst bei rein freiwilliger Teilnahme in einem Zeitraum von fünf Jahren erprobt und wissenschaftlich begleitet.Das Fahreignungsseminar besteht aus einer verkehrspädagogischen Teilmaßnahme und einer verkehrspsychologischen Teilmaßnahme, die aufeinander abgestimmt sind. Der Mindestzeitraum für ein Fahreignungsseminar beträgt 22 Tage.


Verkehrspädagogische Teilmaßnahme

Die verkehrspädagogische Teilmaßnahme wird durch speziell geschulte Fahrlehrer durchgeführt. Die Inhalte (u. a. Verkehrsregeln und deren Sinn, Risikoinformationen bei Überschreitung der Regeln) werden individuell auf die begangenen Verstöße der Teilnehmer zugeschnitten. Außerdem wird auf ein verbessertes Gefahrenbewusstsein und auf Verhaltensalternativen hingearbeitet. Die Maßnahme umfasst zwei Module zu je 90 Minuten und kann als Einzelmaßnahme oder in Gruppen mit bis zu sechs Teilnehmern durchgeführt werden. Das zweite Modul darf frühestens eine Woche nach dem ersten Modul durchgeführt werden.

Verkehrspsychologische Teilmaßnahme

Im Rahmen der verkehrspsychologischen Teilmaßnahme werden individuelle Wege zur Veränderung des riskanten Fahrverhaltens aufgezeigt. Diese persönlichen Strategien sollen dann im Alltag erprobt und die damit verbundenen Erfahrungen mit dem Verkehrspsychologen besprochen werden. Die verkehrspsychologische Teilmaßnahme besteht aus zwei Einzelsitzungen zu je 75 Minuten mit einem besonders geschulten Verkehrspsychologen. Damit der Teilnehmer Zeit hat, die neuen Verhaltensweisen zur Veränderung seines riskanten Fahrverhaltens zu erproben, darf die zweite Sitzung frühestens drei Wochen nach der ersten Sitzung durchgeführt werden.



Anmeldeinformationen

Die Psychologische Praxis Haeser hat ein eigenes, klar strukturiertes Konzept und es wurden bereits Fahreignungsseminare durchgeführt.Anmeldungen können jederzeit erfolgen. Die Kosten betragen (entgegen sonstiger Angebote) 350,- €



Psychologische Praxis Haeser
Verkehrspsychologe Haeser
Blumenstraße 54 a
47057 Duisburg
Telefon: +49 (0) 203 – 363 56 97

Über die Verkehrspsychologie in der Praxis Haeser

Die psychologische Praxis Haeser arbeitet unter Diplom-Psychologe Michael Haeser (Fachpsychologe für Verkehrspsychologe, amtlich anerkannter verkehrspsychologischer Berater, registrierter Fahreignungsseminarleiter) seit Oktober 1994 nach wissenschaftlich fundierten, teils standardisierten, aber auch dynamisch klientenorientierten Methoden, wobei jährliche Fortbildungsmaßnahmen besucht und die Erkenntnisse daraus in die Arbeit eingebunden werden.

Vor allem im Bereich der Verkehrspsychologie wird der Erfolg der Arbeit (Qualität) grundsätzlich durch Begutachtungsstellen für Fahreignung (BfF) in Form einer MPU (Medizinisch-Psychologischen Untersuchung) bewertet. Dabei kann auf eine nachweisbare Erfolgsquote von mehr als 90% positiver Gutachten über den gesamten Zeitraum verwiesen werden.

Jede Maßnahme ist generell eine Einzelmaßnahme, deren Inhalte allein auf den Patienten/Klienten individuell abgestimmt sind, so dass es zu keiner „pauschalen MPU-Vorbereitung“ kommt.

Neben psychologischen bzw. verkehrstherapeutischen Gesprächen, die vor allem der Exploration und der Psychoedukation dienen, werden auch angemessene Persönlichkeitstests verwendet, um einen möglichst umfassenden Kenntnisstand über die Persönlichkeit des Patienten/Klienten zu erlangen. Ferner werden im sozialpsychologischen Bereich Rechts- und Verwaltungsvorschriften erörtert, um den Patienten/Klienten ein breites Spektrum von Erkenntnissen zu ermöglichen, aus dem heraus die Zweifel an seiner zukünftigen Fahreignung generell und durch die Führerscheinbehörde besonders begründet werden.

Zentraler Mittelpunkt der Verkehrstherapie bzw. der verkehrspsychologischen Maßnahme sind selbstverständlich die Beurteilung, die Förderung und das Erreichen von Einstellungs- und Verhaltensänderungen, die sich auf die Teilnahme am Straßenverkehr insbesondere auswirken, und die letztlich in einer notwendigen MPU untersucht werden. Das Endziel ist die Wiederherstellung einer stabilen Fahreignung.

Die Maßnahmeinhalte werden auf Wirkung und Auswirkung eigenen Handelns ausgerichtet und mit den Folgen für andere Verkehrsteilnehmer verglichen, wobei die Motivlage des Patienten/Klienten als Basis für eigenes Fehlverhalten angesehen und vermittelt wird.

Die Maßnahmestunden finden – so weit möglich – wöchentlich nach Absprache statt und dauern i.d.R. inhaltsabhängig etwa 35 bis 90 Minuten pro Sitzung.

Über die Inhalte der Arbeit, über seine persönlichen Fortschritte und Erfolge, die er in der Zwischenzeit errungen hat, kann jeder Patient / Klient dann in der anstehenden MPU offen und befreit selbst berichten, wobei über den Erfolg der Bemühungen hinsichtlich der Wiederherstellung der Fahreignung in aller Regel die zuständige Begutachtungsstelle für Fahreignung per Gutachten entscheidet. Über die Wiedererteilung der Fahrerlaubnis entscheidet aber letztlich jedoch die zuständige Fahrerlaubnisstelle der jeweiligen Straßenverkehrsbehörde.